Haiku

In der Eckkneipe Bier gibt es hier schon lang nicht mehr Erst recht keine Menschen [text & foto: dd]   Der Text erschien neben anderen im Bier-Brevier „Unser täglich Bier gib uns heute: Das Bierwort für den Tag“ (tredition, 2020). Es ist das beste Buch seit Horst Hrubeschs „Dorschangeln vom Boot und an den Küsten“….Read moreRead more

Beers and shears

Lange Zeit war ich fest davon überzeugt, dass die Friseure die Totengräber des gepflegten Wortspiels seien. Wenn sie ihren Geschäften Namen gaben, wie „Die Vier Haareszeiten“, „C haar isma“ oder „Kamm in“, immer öfter auch „HairEinspaziert“, dann drehte ich kehrtwendend auf der Schwelle um und war mir sicher: schlimmhair geht nimmhair. Aber ich sollte mich…Read moreRead more

Bierlaune

Allzu oft muss die Bierlaune als Rechtfertigung und Ausrede ex post herhalten für die Dinge, die wir nicht zu ernst genommen wissen wollen. Für die Projekte, die nicht ganz zu Ende gedacht waren und deren Scheitern schon von Anfang an vorprogrammiert schien. Bierlaune, das ist die geistige Gemütsverfassung, in der wir uns befinden, wenn das…Read moreRead more

Upon earworms and beerworms

Es gibt diese Biere, die sind wie unausweichliche und totalitäre Ohrwürmer. Die wird man nicht mehr los, wenn sie sich einmal festgesetzt haben. Die verfolgen einen, laufen einem immer wieder über den Weg, egal, wo man sich gerade befindet. There’s nowhere you can be. Immer sind sie schon vor einem da. Die nerven kräftig mit…Read moreRead more

That other beer

Ich habe Angst, diese Flasche anzusetzen und den ersten Schluck zu nehmen. Weil es vielleicht mein erstes und letztes Bier sein wird. Weil sich alles davor und danach nicht mehr gleicht, sich nicht mehr in derselben Kategorie subsumieren lässt. Dieser erste Schluck, der das Herkömmliche so vollständig entkleidet und banalisiert vor Augen führt, so dass…Read moreRead more

Mindesthaltbarkeit

Seit kurzem hat sich mein Umgang mit Bier grundlegend verändert. Seitdem man mir nämlich sehr ausführlich, vor allem aber ungefragt erklärt hat, dass zum richtigen Biergenuss – ja, die Leute nennen es mittlerweile Genuss und schleimen sich etwas ekelerregend bei der gehobenen Welt der Kulinarik ein – seitdem man mir also weisgemacht hat, dass ich…Read moreRead more

Der Fiebertraum des belgischen Goldesels

Kürzlich passierte ich eine Kneipe. Das geschieht nicht oft, denn meistens gehe ich hinein. Durch die offene Tür blies die Bude ihren lauwarmen Atem, schwanger von Duett 100 und umgekipptem Bier, in den frischen Morgen. Im Odor der Kneipe hingen zwei echte Originale in den Seilen, rauchend und durch die geäderten Alkiaugen versonnen in die…Read moreRead more